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MAS Online Marketing Management Modul 1 – Grundlagen Online & Social Media

Geschrieben von greg am 15 Apr 2012 / 0 Kommentare

Im zweiten Block hatten wir das Vergnügen eine Einführung in Online & Social Media von Daniel Ritschard lic.oec. HSG, der bei der Webgearing AG tätig ist zu erhalten.

1. Die Entwicklung des Internets

Gleich zu Beginn haben wir uns mit der Entwicklung des Internets vom Web 1.0 zum Web 2.0 beschäftigt und die massgebenden Faktoren für die Verbreitung des Internets analysiert. Einige Beispiele:

- Die ökonomische Disposition das Landes

- Die Infrastruktur (Ausbau Glasfasernetze etc.)

- Stand der Forschung und Entwicklung (Förderung und Nutzung neuer Technologien)

- Das Bidlungsniveau (Der digitale Graben zieht sich durch das Bildungsniveau. Je höher die Bildung, desto eher werden neue Technologien genutzt. Verwendung des Internets im beruflichen Alltag hat auch einen Einfluss auf das Nutzungsverhalten).

Als nächstes haben wir die diversen Businessmodelle analysiert:

- Brokerage Modell (Marktplatz für Güter, z.B eBay)

- Advertising Modell (Finanzierung durch Werbung (teils oder ganz), z.B Google)

- Infomediär Modell (vermittelt Informationen, z.B Bloomberg)

- Merchant Modell (Onlinehändler, z.B Digitec)

- Manufacturer Modell (verkauft selbstproduzierte Güter direkt, z.B Dell)

- Affilate Modell (Provisionen aus Vermittlung, z.B Zanox)

- Community Modell (Basis User Generated Content, z.B Facebook)

- Abonnement Modell (Nutzer zahlt z.B pro Zeiteinheit, z.B Salesforce)

- Utility Modell (Nutzer zahlt pro Einheit, Pay as you go, z.B Magazinausgaben online)

Aus diesem thematischen Block hervorzuheben ist die Verschmelzung der diversen Endgeräte. Inhalte werden auf Mobiltelefonen, auf Tablets, PC’s und dem TV konsumiert. Tablets werden immer mehr als second screen verwendet, kaum jemand schaut “nur” noch TV, ohne dass nebenbei ein Tablet oder ein Smartphone verwendet wird. Stark im Kommen sind webbasierte Dienste für den Fernseher wie z.B Samsung Smart TV Apps, die die gewohnten Dienste auf den TV bringen. Eine grosse Hürde für diese Dienste ist momentan noch die Usability, also z.B dass die Navigation mit der Fernbedienung mühsam ist. Ein in Zukunft möglicher Lösungsansatz wäre die Verschmelzung mit einem second screen (z.B Tablets).

Das Aufkommen der Tablets bietet grossartige Möglichkeiten die Güter und Dienstleistungen besser zu präsentieren. Der Seitenaufbau, die Navigation der Webseiten sollten aber im Idealfall auf Tablets angepasst werden. Mehr Bilder, mehr Interaktivität, weniger Text. Tablets bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit Produkte emotionaler und ausführlicher zu präsentieren als dies im klassischen Webauftritt möglich ist.

Auch unbedingt aus diesem Block zu erwähnen ist das Cluetrain Manifest. Das Manifest besteht aus 95 (teils sehr provokativen) Thesen unter Einbezug der neuen Kommunikationswege. Das Manifest zeigt das Ende der einseitigen Kommunikation und den Machtverlust des konventionellen Marketings auf. Der Monolog ist tot, die Zukunft gehört dem Dialog und dieser bietet grossartige Chancen und Möglichkeiten. Auch wenn einige der 95 Thesen Stoff für Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten liefern und umstritten sind, kann ich genau aus diesem Grund die Leküre des Manifests nur empfehlen. Das Manifest ist online und auch als Buch verfügbar (meine momentane Lektüre).

2. Online Communities und Social Media


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Conversations in Social Media by Ethoriy V4.0

Gegenüber den klassischen Medien, bei denen hohe Investitionen nötig sind, die ein kleiner Kreis produziert und bei denen gleiche Inhalte für alle generiert werden, bieten Communites und Social Media die Möglichkeit, Inhalte wesentlich günstiger, schneller und somit auch aktueller zu verbreiten. Die Verschiebung vom Sender-Empfänger Modell zum Dialog bereitet vielen Branchen Probleme, da die alten etablierten Gesetzmässigkeiten auf den Kopf gestellt werden (siehe Cluetrain Manifest) und ein Umdenken verbunden mit Verhaltensänderungen nötig ist. Die Interaktion und der Dialog mit den ehemaligen Empfängern ist Neuland und auch ein Machtverlust, da jeder zum Sender/Produzent werden kann.

Social Media “Kulturelle Techniken” (Auszug Präsentation D. Ritschard MAS OMM FHNW Slides 53&54)

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– Tiefe Transaktionskosten → Take it or leave it
– Angebot für Interaktion → Zusammenhalt Community tief

Kooperation

– Regeln benötigt → Transaktionskosten
– Feedback von anderen → Community Zusammenhalt höher
– z.B. Collaborative Filtering

Zusammenarbeit

– Gruppe entscheidet über Ergebnis → höhere Transaktionskosten
– Zusammenarbeit generiert starken Zusammenhalt
– z.B. Wikis

Gemeinsame Aktionen

– funktioniert nur in Communities mit grossem Zusammenhalt und Identifikation
– Wer übernimmt Verantwortung für den Konsens? → hohe Transaktionskosten
– z.B. Games wie World of Warcraft


howe

Nach Howe, J. Crowdsourcing: Why the Power of the Crowd Is Driving the Future of Business

Der Trend bei den Communities geht in Richtung Konzentration, “the winner takes it all”. Interessante, kleinere Plattformen werden von den grossen Playern aufgekauft um entweder die Köpfe dahinter oder die Community zu erwerben. Facebook’s aktuelle Akquise von Instagram geht genau in diese Richtung. Die grossen Anbieter haben eigene Ökosysteme um ihre eigentlichen Geschäftsmodelle aufgebaut und expandieren auch in andere Bereiche (oder wildern in fremden Gebieten je nach Ansicht):

- Amazon ist nicht mehr nur Versandhändler (Cloud etc.)

- Microsoft kooperiert mit Nokia

- Google kauft Motorola

- Apple hat mit iTunes, iCloud, dem App Store etc. ein eigenes Ökosystem um seine eigenen Produkte aufgebaut

- Facebook lässt Drittanbieter die eigene Plattform attraktiver machen (z.B Spotify, FarmVille)

Ziel dieser Ökosysteme ist natürlich das Binden einer grösstmöglichen Nutzerzahl im eigenen Universum und die damit verbundene Wertschöpfung, die daraus resultiert. Für den Nutzer kann dies sicherlich vieles einfacher machen, da “all in one”-Lösungen das Leben vereinfachen. Je enger allerdings die Verknüpfungen innerhalb des Ökosystems sind, desto schwerer wird für den Nutzer ein Ausstieg. Mir persönlich ist es unangenehm alles bei einem Anbieter zu haben und deshalb nutze ich verschiedene Dienste bei verschiedenen Anbietern. Allerdings bevorzugen die meisten Nutzer einfache Lösungen und aufgrund dieser Tatsache dürfte die Dominanz der grossen Player in Zukunft eher noch zunehmen.

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